Plakat A1 Frauenbadi by Tayra Cannizzaro
"Riverside Holidays" – und der Sommer liegt auf der Limmat. Das Plakat von Tayra Cannizzaro und dem Designers`Club für Fabrikat zeigt die Frauenbadi am Stadthausquai vom Limmatquai aus: ein befestigter Rettungsring im Vordergrund, dahinter die Badi mit lesenden, schwimmenden und plaudernden Frauen im weichen Licht eines Sommertags. Im Hintergrund erhebt sich das Café Metropol – mondän, orientalisch, urban. Die Frauenbadi hat Geschichte. 1837 entstand hier das erste "Badehaus für Frauenzimmer", als öffentliches Baden für Frauen noch verboten war. Der heutige Bau von 1888 ist ein schwimmender Jugendstil-Pavillon mit Kuppel und vier Türmchen – inspiriert vom benachbarten Café Metropol. Zwei Bauwerke im Dialog über den Fluss hinweg: aus Holz und Stein, aus Rückzug und Repräsentation.
Anfangs bot das Bad blickgeschützte Einzelkabinen. Nach dem Zweiten Weltkrieg fiel 1949 das Dach – ein symbolischer Schnitt: aus Pflicht wurde Freizeit. Ein Kiosk kam hinzu, das Bad wurde sozialer, luftiger, selbstverständlicher. Heute lädt es mit zwei über 30 Meter langen Becken, einer schwimmenden Plattform und Blick aufs Grossmünster zum Eintauchen ein – in Wasser, Stadt und Geschichte. Auch das Café Metropol atmet städtischen Wandel. 1892–1895 erbaut vom Architekten Heinrich Ernst, war es Zürichs erstes Geschäftshaus – und mit Eisen-Glas-Rasterkonstruktion ein Vorgriff auf die Moderne. Neobarocke Zwiebeltürme und Kuppeln machten es zur Ikone. Einst Grand Café, später Cabaret, heute ein japanisches Restaurant – das Haus bleibt in Bewegung. Das Plakat bringt dieses Ensemble zurück ins Bewusstsein: Die Frauenbadi als Symbol weiblicher Selbstbestimmung, das Metropol als Monument des Aufbruchs. Zwei Orte – verschieden, verbunden – mitten in Zürich.
Anfangs bot das Bad blickgeschützte Einzelkabinen. Nach dem Zweiten Weltkrieg fiel 1949 das Dach – ein symbolischer Schnitt: aus Pflicht wurde Freizeit. Ein Kiosk kam hinzu, das Bad wurde sozialer, luftiger, selbstverständlicher. Heute lädt es mit zwei über 30 Meter langen Becken, einer schwimmenden Plattform und Blick aufs Grossmünster zum Eintauchen ein – in Wasser, Stadt und Geschichte. Auch das Café Metropol atmet städtischen Wandel. 1892–1895 erbaut vom Architekten Heinrich Ernst, war es Zürichs erstes Geschäftshaus – und mit Eisen-Glas-Rasterkonstruktion ein Vorgriff auf die Moderne. Neobarocke Zwiebeltürme und Kuppeln machten es zur Ikone. Einst Grand Café, später Cabaret, heute ein japanisches Restaurant – das Haus bleibt in Bewegung. Das Plakat bringt dieses Ensemble zurück ins Bewusstsein: Die Frauenbadi als Symbol weiblicher Selbstbestimmung, das Metropol als Monument des Aufbruchs. Zwei Orte – verschieden, verbunden – mitten in Zürich.
